Die Fledermaus, für viele wirken sie unheimlich, in der Natur haben sich die Säugetiere in Millionen Jahren
perfekt angepasst. Mit ihrer Flugkunst, der Echolotung und ihren sechsten Sinn eroberten sie
den Nachthimmel als wahre Meister. Über 1000 Arten dieser Säugetiere gibt es weltweit. Die
einzigartige Spezialisierung und das Ausweichen der Konkurrenz untereinander ist der Erfolg
dieser Tierart. Auf der kleinen Insel Gatunsees im Panamakanal leben über 70 verschiedene
Fledermausarten. Das Territorium hat gerade die Größe einer kleinen Nordseeinsel. In Deutschland gibt es nur 24 Fledermausarten. Es besteht sonst die Gefahr des Ertrinkens.
Tausende dieser Tiere teilen sich oft auf engsten Raum Rastplätze
und Nistplätze. Jede Art dieser Tiere hat eine eigene ökologische Nische. Jede Spezies hat sich
genau angepasst, wann sie schlafen wo und was sie fressen. [ad#kleintiere]Bestimmte Arten senden Schallsignale
aus um fliegende Insekten zu jagen, einige orten mit kurzen Schallimpulsen ihre Beute im Unterholz, andere schlürfen Nektar und Pollen aus Blüten. Eine weitere Art mietet sich zum Schlafen sogar in Nester von Termiten ein. Im Verhalten hat das natürlich auch Unterschiede für den
Körperbau. Eine Art hat Zehen wie Angelhaken, um Fische aus dem Wasser zu holen. Es gibt
auch Vegetarier mit einer stachligen Zunge, die Nektar und Pollen fressen. Je nach Jagdrevier
haben sie bestimmte Flügelformen. Tropischer Regenwald bietet dieser Artenvielfalt eine gute Lebensgrundlage, der Wald ist aber auch auf diese vielen Arten angewiesen. Fledermäuse verbreiten Samen und Pollen. Für Affen, Eulen, Raubvögel und sogar für Spinnen dienen sie als Nahrung. Im Ökosystem nimmt jede Art ihren Platz ein.






















