Archiv für die Kategorie „wildtiere“
Für den Winterschlaf suchen Igel jedes Jahr ein Quartier. Junge Igel versuchen mit allen Mitteln die Körperfettreserven aufzubauen. Die Hilfe des Menschen ist aber nur bei schwachen und kranken Tieren notwendig. Ein zeitiger Wintereinbruch kann für ein junges Tier zum Problem werden. Nach dem Bundesnaturschutzgesetz sind Igel als wildlebende einheimische Säugetierart besonders geschützt. Ein verletztes oder krankes Tier darf nur aufgenommen werden, wenn Tierschutzbestimmungen beachtet werden und gute Kenntnisse über Haltung sowie Pflege vorhanden sind. Die Naturschutzbehörde muss unverzüglich schriftlich informiert werden. Da der Igel eine Vielzahl Krankheiten übertragen kann und viel Ungeziefer hat ( Zecken, Flöhe ) sollte er nur mit Handschuhen angefasst werden. Als Igel Nahrung ist Quark, gekochte Eier, Obst ( Bananen, Rosinen ) geeignet. Dosenfutter von Hunde und Katzen ist auch möglich. Im späten Frühjahr müssen die Tiere wieder in die Freiheit entlassen werden.
Das Überleben im Winter ist für viele Tiere nicht leicht. Viele haben sich den Witterungsverhältnissen angepasst und eine Überlebensstrategie entwickelt. Nicht einfach hat es der Feldhase. Er ist immer in Bereitschaft und auf der Flucht. Bei seiner plötzlichen Beschleunigung erreicht er bis zu 70 km pro Stunde und schlägt dabei immer wieder Haken. Der Verfolger hat dann Probleme bei der Richtung. Die Fruchtbarkeit trägt zum Überleben bei. Um die Art zu erhalten bekommt eine Häsin im Jahr bis zu vier mal Junge. Sehr zäh ist mit fünf Gramm Europas kleinster Vogel, das Wintergoldhähnchen. Als Einzelgänger ist er ständig auf der Suche nach Insekten. Das Weibchen legt etwa zehn Eier zu ein Gramm. Das ist etwa das Doppelte des Eigengewichtes. Vor der Eiablage kann der Vogel nicht mehr fliegen. Bei Wanderungen im Hochgebirge sind Gämsen selten zu sehen. Auch im Winter überwinden Gemsen ohne Probleme scheinbar schwerelos einen hohen Schwierigkeitsgrad. Mit etwas Glück sind im November in der Paarungszeit wilde Verfolgungsjagden zu beobachten. Europas größte Raubkatze, der Luchs hat sehr gute Ohren und Augen. Mit seinen schneeschuhartigen Tatzen sinkt er im Schnee kaum ein und erreicht im Sprint bis zu 70 km pro Stunde. Der Luchs ist Nachtaktiv, extrem scheu, somit so gut wie fast nie zu sehen und vergräbt ganze Beutestücke. Sehr schlau sind Wildschweine, die selbst schon die Jäger austricksen und immer mehr in die Städte vordringen. Für einen Spaziergänger kann es dann auch mal gefährlich werden. Eulen hören so gut, dass sie in der Lage sind unter einer dicken Schneedecke Mäuse zu finden. Füchse legen im Winter Fressverstecke an.
Alligatorenweibchen sind im Prinzip treu. Aber das nur teilweise. Sie paaren sich zwar mit anderen Männchen aber sie nehmen immer wieder mit dem gleichen Partner Kontakt auf, sobald sie paarungsbereit sind. Zu dieser Erkenntnis gelangten Wissenschaftler aus Amerika, welche 10 Jahre lang die Alligatoren aus dem Mississippi beobachtet hatten. Sie führten Untersuchungen an über 1800 Alligatoren durch. Es ist bekannt, dass die Alligatorenweibchen ihre Jungen im Maul tragen, um sie vor Feinden zu schützen und um sie zu füttern. Als einzige Reptillienart kümmern sie sich um ihren Nachwuchs. Der Paarung gehen ganz bestimmte Paarungsrituale voraus. Am Schluss wird vom Weibchen bestimmt, wann und mit welchem Männchen es sich paart. Durch Beobachtungen weiß man, dass im Frühling die weiblichen Alligatoren ihre angestammten Teiche verlassen um in die Sumpfgebiete des Mississippi in denen die männlichen Alligatoren ihr Revier haben zu schwimmen. Es kann vorkommen, dass bei der Paarung mehrere Männchen beteiligt sind. Untersuchungen ergaben dass in den Nestern der Alligatoren junge Alligatoren von mehreren Vätern waren. Das gleiche Paarungsverhalten gibt es auch bei den Vögeln. Beobachtungen ergaben auch, dass die Weibchen ihre Partner nicht wahllos aussuchten, sondern gezielt immer wieder mit den gleichen Männchen den Paarungsakt vollzogen. Manche sogar hatten sich mehrmals mit dem gleichen Partner während der Paarungszeit gepaart. Aber trotzdem gab es daneben aber noch weitere potentielle Erzeuger ihres Nachwuchses, wie aus den Untersuchungen hervor ging. Dieses Verhalten hatten wahrscheinlich auch die Dinosaurier, da Krokodile nach Ansicht der Forscher die einzigen verbliebenen Lebewesen aus der Gruppe der Archosaurier sind. Man nimmt außerdem an, dass der Archosaurier der Vorfahre der heutigen Vögel ist. [ad#reptilien]
Wölfe sind scheu und meiden in der Regel den Menschen. Bei einer Begegnung auf einen einsamen Waldweg in Rumänien war ein Wolf schnell wieder verschwunden, als ich mich langsam näherte. Gefährlich und unberechenbar ist ein Wolf auf keinen Fall. Auch das Verhalten des Menschen spielt eine große Rolle. Verhalten Sie sich gegenüber einen Wolf ruhig, kann es sogar vorkommen, dass das Tier Vertrauen gewinnt. Dies war einer Biologin an der Westküste von Kanada in der Bucht von Vancouver Island gelungen. Sie blieb absolut ruhig, um nicht einen Küstenwolf zu verscheuchen. Die Wölfin hatte sich genähert und fasste sogar langsam Vertrauen. Es erschien sogar das ganze Rudel. Indianer behaupten, wilde Tiere nähern sich dem Menschen nur, wenn sie etwas mitteilen wollen. Die Biologin musste den Indianern recht geben. Die Botschaft hatte sie verstanden, als kurz danach bei ihr ein bösartiger Tumor festgestellt wurde. Nach einer Operation waren die Wölfe die Therapeuten. Ein Treffen mit den Wölfen sollte wieder stattfinden. Beachtenswert ist bei den Wölfen auf jeden Fall das Sozialverhalten. Im Rudel hat jedes Tier seinen Platz und alle Tiere werden respektiert. Ein verletztes Tier wird versorgt und sie sind sehr ausdauernd.
Eilig klettert das Eichhörnchen den Baum rauf, pflückt den Zapfen und flugs wieder den Baum runter, das geschieht in Windeseile. Seine Geschwindigkeit, seine Geschicklichkeit sind bewundernswert. Während der Paarungszeit im Frühjahr kann man die Eichhörnchen gut beobachten. Dann kann man als Zeuge eine wilde Jagd sehen, in atemberaubenden Tempo springen die Weibchen durch die Bäume und im gleichen wilden Tempo die Männchen hinterher. Aber nicht nur gelenkig und flink sind die Eichhörnchen sie sind auch klug. Mittlerweile sind sie dabei die Städte als neuen Lebensraum zu entdecken. Denn immer mehr Wälder verschwinden oder existieren nur noch als Monokultur. Deshalb wird die Nahrungssuche immer problematischer für diese Tiere im Wald. Heute kann man in den grünen Parkanlagen die Städte die putzigen Gesellen beobachten, aber auch auf Friedhöfen und Gärten sind sie zu beobachten. Hier finden sie genug Samen, Früchte und Knospen und vor allem Nüsse, ihre Lieblingsspeise. Im Herbst sammeln sie die Nüsse und als Vorrat eingebuttelt. Eichhörnchen halten keinen Winterschlaf , nur Winterruhe. Wenn sie aufwachen, müssen sie fressen und neue Energie tanken. Die Annahme dass Eichhörnchen die Verstecke ihres Wintervorrates oft nicht finden ist nicht richtig. Man hat entdeckt, dass sie einen Lageplan im Gehirn abspeichern und zu 90% ihre Lagervorräte finden. Selbst eine Schneedecke hindert sie nicht. Sie haben einen stark ausgeprägten Geruchsinn, der ihnen bei der Suche hilft. Auch der buschige Schwanz der ungefähr so groß wie der Körper des Eichhörnchen ist, ist notwendig für die Balance beim Klettern und beim Springen von Baum zu Baum. Aber der Schwanz hat nicht nur Balancefunktion, er wärmt auch im Nest den Nachwuchs vor Kälte und auch vor zuviel Sonne. Die Tragezeit beträgt 38 Tage und das Weibchen bringt so etwa fünf Jungen zur Welt. Sie sind bei der Geburt nackt und blind. Das Weibchen säugt und pflegt die Jungen acht Wochen lang. Sie haben gierige Feinde wie den Baummarder und den Habicht. Auch können sie aus dem Nest fallen und landen dann meist unversehrt auf dem Boden. Findet ein Mensch dann so ein junges Eichhörnchen und nimmt es mit nach Hause , kann man es mit Sojamilch aufpäppeln. Ist es dann soweit , dass es gesund davon springen kann, wildert man es wieder aus. Eichhörnchen sind Wildtiere und keine Haustiere.
Hat ihr Hund oder ihre Katze einen Chip, so kann wenn ihr Haustier wegläuft und vom Finder zum Tierheim oder Tierarzt gebracht wird leichter idendifiziert werden. Wenn Hunde ohne den Chip entlaufen, ist das für den Tierhalter oft dramatisch. Man hat keine Ruhe und sucht sein Tier überall. Doch die Chance seinen Liebling wieder zufinden sind nicht schlecht. Aber man muss bei der Suche nach seinem Haustier richtig vorgehen. Rufen sie sofort nach dem Verschwinden ihrer Katze oder ihres Hunde alle Tierheime in der Umgebung an. Oft findet man jedoch seine entlaufene Vierbeiner wieder. Doch man sollte auch die Polizei anrufen, denn die Polizei wird oft als erster kontaktiert, wenn ein herrenloses Tier gefunden wurde. Auch ein Tierarzt kann eventuell helfen. Katzen können sich auch oft beim Nachbarn in Kellern und Garagen versteckt haben. Fertigen Sie einen Suchzettel mit einem Foto ihres entlaufenen Haustieres und legen sie diese überall aus. Das kann sehr hilfreich sein. Hat ihr Haustier jedoch einen Chip unter der Haut und ist im Haustierregister eingetragen, reicht oft auch die Telefonnummer des Registers. Wird das entlaufene Tier gefunden wird dann der Tierhalter informiert. Ein Chip ist eine unverkennbare und individuelle Kennzeichnung ihres Haustieres. Deshalb unbedingt ihr Haustier in das Deutsche Haustierregister eintragen lassen. So können Tierärzte und Tierheime das Tier auf einen Chip untersuchen. Die Kosten für den Chip und die Eintragung in das Register liegen bei ca. 40 Euro. Ist ihr Tier entlaufen gehen sie aber trotz Chip auf die Suche nach ihrem Haustier. Unkastrierte Kater legen in der Paarungszeit etliche Kilometer zurück und selbst kastrierte Kater bewegen sich jeden Tag etliche hundert Meter. Rufen Sie ihren Liebling während sie es suchen immer wieder und machen sie vertraute Geräusche wie zum Beispiel das Klappern der Futterschüssel bei Katzen. Nachts ist die Chance ihre Katze wieder zu finden sehr groß , da Katzen nachts sehr aktiv sind und Geräusche und Rufe sehr weit hören.[ad#hunde] Bei Hunden ist es etwas anderes, wenn sie gerne jagen und eine Spur wittern, erwacht ihr Jagdtrieb. Das ist nicht ganz ungefährlich, da sie oft nicht zurückfinden. Deshalb sollte der Hundehalter unbedingt an der Stelle warten, an der sein Hund weggelaufen ist, auch wenn es etliche Stunden dauert.
Quelle Szeitung.






















