Archiv für die Kategorie „Fische“
Es ist sicher: Haie haben auf dieser Welt ein Problem. Mit ihren Killerblick und wie sie in Filmen dargestellt werden, sind sie einfach Untiere. Die Wahrheit sieht aber doch etwas anders aus. Es soll wahrscheinlicher sein, vom Ehepartner ermordet zu werden, als von einen Hai angegriffen zu werden. Der Hai ist wunderschön, edel und hat vor nichts Angst. Über 40
Arten bevölkern die Gewässer der Bahamas. Tigerhaie, Stierhaie, Makohaie, Hammerhaie, Ammenhaie, Blauhaie, Zitronenhaie und Walhaie leben hier. Einige Arten unternehmen auch weitläufige Wanderungen. Die Mischung von Atlantikwasser und dem warmen Golfstrom lockt die Haie hierher. Eine kleine Lagune der Inselgruppe Bimini ist wie eine Kinderstube für Haie. Sie können heranwachsen und fressen ohne selbst gefressen zu werden. In der Öffentlichkeit ist es schwierig Geldmittel für die Haie zu fordern und für ihren Schutz zu werben. Auf South Bimini gibt es eine Forschungsstation für dies Tiere. Es werden Erkenntnisse gewonnen, wie Haie ihre Umwelt beeinflussen und was sie von der Umwelt brauchen. Zu viel Tourismus kann ihr Ende bedeuten. Der hohe ökologische Wert an der Spitze der Nahrungskette ist ein weiterer Grund für ihren Schutz. Sie halten Bestände anderer Fleischfresser stabil. So wird verhindert, dass algenfressende Fische, welche wiederum die Korallen gesund halten, zu sehr dezimiert werden. Die abnehmende Zahl von Haien unterbricht die Nahrungskette und führt zum Absterben ganzer Korallenriffe. Es ist schlimm, dass Haie fast in der ganzen Welt wegen
ihrer Flossen gejagt werden.
Ein neues Zertifikat will artgerechten Fang und Transport von tropischen Fischen sicher stellen. Clownfische faszinieren durch ihr buntes Kleid. Die tropischen Fische werden häufig nach Europa importiert. Doch die Fangmethoden sind umstritten. Nach dem Kinoerfolg „Findet Nemo“ sind die Fische immer mehr zum Verkaufsschlager geworden. Meist zum Schaden der Tiere, welche oft auf rabiate Weise gefangen werden.

Viele überstehen nicht einmal den Transport und die Riffe in der natürlichen Heimat nehmen ebenfalls Schaden. Fische werden mit Cyanid gefangen.Das Gift lähmt die Fische. So werden sie leichter eingesammelt. Viele Fische verstecken sich in den Korallen, welche dann oft mit Hämmern und Eisenstangen aufgebrochen werden. Ein Fangstopp wird trotzdem von Umwelt- und Artenschützern nicht ausgesprochen. Für die Fänger ist der Handel in den strukturschwachen Küstenregionen die Existenz. Ein völliges Importverbot würde in den tropischen Ländern zu einer Verarmung führen. Die Organisation Marine Aquarium Council (MAC) mit Haupsitz Hawai bringt alternativ den Fängern schonende Methoden bei. Bei einem Projekt auf den Philippinen ist die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit mit im Boot. Bei der MAC unterliegen Fänger, Groß- und Einzelhändler einer Kontrolle. Die Idee hinter MAC ist sehr gut, dabei ist aber immer noch für Betrug Tür und Tor geöffnet.
Quelle: Saarbrücker Zeitung











